Die SPD-Stadtfraktion Königs Wusterhausen setzte am 28. Februar ihre Reihe „Fraktion vor Ort“ fort. Diesmal stand der Ortsteil Zeesen im Mittelpunkt der Gespräche zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und den Stadtverordneten der SPD. Dabei ging es vor allem um Chancen und Herausforderungen. Der starke Siedlungsdruck macht auch vor Zeesen nicht Halt. Seit geraumer Zeit zählt der Ortsteil zu den am meisten wachsenden Gebieten von Königs Wusterhausen. Das spiegelte sich auch in den konstruktiven Diskussionen wider, in denen es vermehrt um Fragen der Infrastruktur ging.

Ausgleich zwischen Nachhaltigkeit und Wachstum

Eine der wichtigsten Herausforderungen in den kommenden Jahren insgesamt und im Besonderen in Zeesen ist die Sicherstellung einer nachhaltigen Stadtentwicklung bei anhaltendem Wachstum. Dieser Konflikt zeigt sich insbesondere bei der Entwicklung der Schütte-Lanz-Str. hinter den Kronenhöfen, bei dem sich die beiderseits berechtigten Interessen für die Schaffung von seniorengerechtem Wohnen und des Umweltschutzes gegenüberstanden. Die Beschlussvorlage für den Satzungsbeschluss zum B-Plan Schütte-Lanz-Straße wurde im Mai 2019 vom Bürgermeister zurückgezogen und steht aktuell auch nicht zur Diskussion. Für die SPD-Fraktion zeigte sich an diesem Beispiel aber besonders, dass zwei wesentliche Fragen schnellstmöglich geklärt werden müssen. Dazu erklärte Christian Franzke, Mitglied im Stadtentwicklungsausschuss: „Wir brauchen dringend ein Leitbild für unsere Stadt, um die entscheidenden Fragen und Zielsetzungen der Stadtentwicklung zu klären. Wieviel Wachstum können wir überhaupt verkraften – und wie können wir dieses vor allem in Einklang mit dem Nachbarschafts-, Klima- und Umweltschutz bringen? Die Stadt ist gefordert, den Prozess schnellstmöglich, so wie bereits im vergangenen Jahr beschlossen, in Gang zu setzen. Des Weiteren brauchen wir endlich die finale Beschlussfassung zum gesamtstädtischen Flächennutzungsplan, um Planungssicherheit für die Entwicklung unserer Heimatstadt zu bekommen.“ Diese Leitlinien bilden für die SPD-Stadtfraktion künftig den roten Faden in ihrer Stadtentwicklungspolitik.

Soziale Infrastruktur ausbauen / Feuerwehr erweitern

Einhergehend mit dem anhaltenden Bevölkerungswachstum im Ortsteil Zeesen muss vor allem der Ausbau der sozialen Infrastruktur mit der Entwicklung Schritt halten. Mit dem Beschluss des Bebauungsplans zum Neubau der Grundschule in Zeesen in der letzten Stadtverordnetenversammlung wurde dafür ein wichtiger Grundstein gelegt. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ina Engel verdeutlichte nochmal die Wichtigkeit des Projektes: „Mit dem Neubau der Grundschule sichern wir den Bildungsstandort Zeesen und schaffen darüber hinaus zusätzliche Räumlichkeiten für das gesellschaftliche Leben im Ortsteil. Auch soll die ehemalige Feuerwache direkt gegenüber der Schule zum Bürgerhaus umfunktioniert werden, das von Vereinen und Bürgern genutzt werden kann.“ Wie in anderen Ortsteilen stößt die Freiwillige Feuerwehr in Zeesen bereits heute an ihre Grenzen und braucht daher perspektivisch mehr Platz: „Die Bereitschaft bei der Feuerwehr, in Zeesen mitzumachen, ist sehr groß. Für die Jugendfeuerwehr gibt es bereits Wartelisten, weil die Räumlichkeiten nicht genügend Platz bieten. Hier müssen wir dringend eine zukunftssichere Lösung finden“, erklärte Ina Engel, die auch Mitglied im Ordnungsausschuss ist. Die SPD-Fraktion möchte daher eine Standortuntersuchung und Machbarkeitsstudie anschieben: „Auch wenn der Neubau des Gerätehauses in Wernsdorf und der Neubau der Hauptwache erste Priorität genießen, sollten wir uns jetzt schon Gedanken über die Zukunft des Standortes in Zeesen machen, damit wir vorbereitet sind und einen Plan in der Schublade haben. Eine entsprechende Studie ist für die Stadt sowohl personell als auch finanziell leistbar“, so Engel weiter.

Zum Abschluss überreichten Vertreter des Zeesener Interessenvereins und des Ortsbeirats den Fraktionsmitgliedern eine Liste mit Projekten und Forderungen für den Ortsteil, die Fraktion hat zugesichert darüber weiter zu diskutieren.

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