Mit großer Erleichterung erreicht Königs Wusterhausen heute die Nachricht, dass die Liegewiese in Senzig nicht an einen privaten Eigentümer verkauft wird, sondern nun der Stadt gehört. „Hier haben die Bürgerinnen und Bürger und die Verantwortungsträger in Königs Wusterhausen mit einer Stimme gesprochen. Wir waren uns alle einig, dass die Liegewiese, auf der schon Generationen von Senzigern die warmen Tage des Sommers verbracht haben, nicht an einen Privatinvestor verkauft werden darf.“ sagte Ludwig Scheetz, Fraktionsvorsitzender der SPD. Tobias Schröter, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung in KW, erklärte: „Auf diesem Grundstück hätte niemals gebaut werden dürfen. Das musste den Kaufinteressenten klar gemacht werden.“ Nachdem bekannt geworden war, dass die BVVG als Nachfolgerin der Treuhand das Grundstück verkaufen wollte, organisierten Senziger Bürgerinnen und Bürger einen runden Tisch und nahmen u.a. Kontakt zum Landkreis, der BVVG und der Stadtverwaltung auf, um das Grundstück für die Öffentlichkeit zu erhalten. Dokumente wurden gewälzt und Möglichkeiten ausgelotet.  „Wir haben sofort gehandelt und in der Stadtverordnetenversammlung dem Bürgermeister Geld zur Verfügung gestellt, damit er sich im Namen der Stadt an dem Bieterverfahren beteiligen konnte. Nun hat er das Grundstück ‚nach Hause geholt‘. So sieht Kommunalpolitik aus, wenn alle zusammenarbeiten. Das war gute Arbeit, Herr Bürgermeister!“, so Tobias Schröter weiter.  Mit einer so schönen Nachricht kann der Sommer kommen. Die SPD-Fraktion sagt vielen Dank an die engagierten Senzigerinnen und Senziger, an den Hinweisgeber auf Facebook, der das Inserat der BVVG entdeckte und an den Bürgermeister, der mit vollem Rückhalt der Stadtverordnetenversammlung hier wirklich gute Arbeit gemacht hat.

  1. Kreisel, Marina sagt:

    1. Ja, wir können alle – ob Badende oder nicht – froh sein, dass dieses Stück Erde wieder als kommunales Eigentum nach KW /Senzig zurückgekehrt ist, wenn auch nicht als Selbstläufer, sondern über ein großes Engagement zahlreicher Beteiligter, vornehmlich der Stadtverwaltung. Bei aller Freude über das nunmehr erreichte Resultat ist mir aber der folgende Gedanke sehr gegenwärtig: Hätte die SPD auf den verschiedenen Ebenen – besonders auf der Bundesebene – gegenüber der von den Regierungsparteien CDU und FDP initiierten Privatisierungspolitik (auch Enteignungswelle zu nennen) nach 1990 bereits ausdrücklich Widerstand geleistet, anstatt sie mitzutragen, wäre manches im Besitz von Kommunen geblieben: und zu manchen Folgen wäre es gar nicht gekommen. Insofern scheint mir der jüngste Vorgang in KW /Senzig Lehren auch für künftige Kommunalpolitik bereitzustellen, immer vorausgesetzt, Bürger/innen und Abgeordnete sind offen dafür.

    2. Mir wäre es wichtig, die Badewiese stünde der Allgemeinheit als Nutzer auch künftig kostenlos zur Verfügung.

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