Der Hafen Königs Wusterhausen, betrieben durch die städtische Gesellschaft LUTRA GmbH, wird sich auch nach dem Ende des Braunkohleumschlages weiter zu einem zentralen Wirtschaftsstandort im Flughafenumfeld etablieren. Die Stadtverordneten Georg Hanke, Reinhard Wenzel und Ludwig Scheetz konnten sich im Rahmen einer Hafenbesichtigung von der aktuellen Entwicklung vor Ort ein Bild machen. Im gemeinsamen Gespräch mit dem neuen Geschäftsführer Michael Fiedler wurde deutlich, dass sich die Hafengesellschaft vielfältig aufstellt, um die Gesellschaft und den Standort zukunftsfest zu machen. Die Flächenvermarktung hat in den vergangenen Monaten eine enorme Dynamik erlebt, ca. 75 % der Gewerbe- und Industrieflächen sind bereits vertraglich gebunden, für die übrigen Flächen laufen intensive Ansiedlungsgespräche. Nach Abschluss der Baugenehmigungs- und Immissionsschutzverfahren wird hier auch für die Bürgerinnen und Bürger auf den Flächen eine Entwicklung sichtbar sein.

Die Ansiedlung eines Eisenbahnterminals im Südhafen, in dem künftig ein Umschlag von Sattelaufliegern zwischen Schiene und Straße durch sogenannte Multiflex-Waggons ermöglicht wird, wird von der SPD/WfKW-Stadtfraktion ausdrücklich begrüßt. Der Fraktionsvorsitzende Ludwig Scheetz erklärte dazu: „Mit der Ansiedlung hat die LUTRA einen Meilenstein in der Neuausrichtung des Hafens erreicht, wir sehen das als Signalwirkung für die weitere Entwicklung des Standortes und für die Ansiedlung innovativer Projekte. Mit dieser Ansiedlung sind damit alle Flächen im Südhafen vermarktet, hier wird sich in den nächsten Monaten sichtbar etwas verändern. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Neustrukturierung haben positive Effekte für die stadteigene Hafengesellschaft. Nachdem die LUTRA auch für 2017 einen positiven Jahresabschluss vorgelegt hat, gehen wir davon aus, dass der Umbruch der Gesellschaft aus eigener Kraft zu leisten ist. Auch die Vermarktungserfolge im Nordhafen sind erfolgsversprechend. Für uns war es immer wichtig, dass der Hafen seine Funktion als trimodale Umschlagsstelle zwischen Schiene, Straße und vor allem Wasser beibehält, ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, auch sogenanntes hafenaffines Gewerbe im Nordhafen anzusiedeln.“

Ein weiteres erfolgreiches Geschäftsfeld ist die Verladung von Großvolumen- und Schwerlasttransporten. Hier entwickelt sich der Hafen zu einem wichtigen Standort und trägt damit zur Entlastung der Straßen von aufwändigen Schwerlasttransporten bei.

Der im Ortsteil Niederlehme liegende Osthafen ist derzeit geprägt von Einzelhandel und Gewerbe. Auch diese Flächen sollen weiterentwickelt werden, dazu Scheetz: „Der Osthafen bietet die Chance für eine Entwicklung für Tourismus, Freizeit, Kultur und Gewerbe. Wir werden uns für die Weiterentwicklung der Gewerbeeinheiten einsetzen, ebenso für die Ansiedlung von Freizeit- und Tourismusangeboten.“

Neben den ersten erfolgreichen Entwicklungen gibt es auch einige Herausforderungen, die auch stadtpolitisch in den kommenden Monaten zu diskutieren sind. Die mögliche Ansiedlung eines Containerterminals bleibt ein diskussionswürdiges Projekt, bei dem die Argumente gut abzuwägen sind, hierbei ist insbesondere die mögliche Verkehrsbelastung zu betrachten. Weiterhin bleibt der Ausbau der Schieneninfrastruktur im Hafenumfeld ein wichtiges Anliegen: „Im Zuge des Ausbaus des Bahnhofes Königs Wusterhausen muss der Güterverkehr berücksichtigt werden. Hier gibt es ein konkretes Projekt, welches mit Unterstützung des Landes, des Kreises und der Stadt realisiert werden kann, um die Kapazitäten im Schienen-Güterverkehr ausweiten und betrifft eine bauliche Veränderung in der Gleislogistik. Wir werden uns für die Bereitstellung von Planungsmitteln für die Realisierung einsetzen.“, erklärte Scheetz weiter.

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